Wir stehen unmittelbar vor wichtigen Budgetverhandlungen für die Jahre 2027 und 2028. Diese Entscheidungen betreffen uns alle – umso wichtiger ist es, dass unsere Anliegen rechtzeitig gehört werden.
Im vergangenen Jahr wurden wir erst sehr spät in die Gespräche eingebunden. Das haben wir klar kritisiert. Heuer setzen wir uns daher mit Nachdruck dafür ein, frühzeitig eingebunden zu werden – noch bevor politische Entscheidungen getroffen werden. Denn eines ist klar:
Wir wollen nicht nur informiert werden – wir wollen mitreden!
Diese Forderung wurde bereits gegenüber der Sozialministerin eingebracht, ein Gesprächstermin mit dem Finanzminister ist vereinbart.
Leben im Dauerkrisenmodus
Seit nunmehr sechs Jahren erleben wir eine Abfolge von Krisen:
- die Corona-Pandemie
- der Krieg in der Ukraine mit Energiekrise und stark steigenden Preisen
- der Nahost-Konflikt seit Oktober 2023
- der Irankonflikt, der erneut zu Teuerung führt
Diese Entwicklungen betreffen die gesamte Bevölkerung. Doch gerade Pensionistinnen und Pensionisten sind besonders stark betroffen.
Zusätzliche Belastungen für Pensionistinnen und Pensionisten
Die Pensionistinnen und Pensionisten sind bereits finanziell stark belastet.
- Durch die seit Juni 2025 erhöhten Krankenversicherungsbeiträge von 5,1 auf 6 %
- Durch die nicht volle gesetzlich festgelegte Inflationsanpassung für alle 2026, Stichwort Deckelung
Beides macht in Summe einen Beitrag von rund 4,5 Milliarden Euro zusätzlich bis zum Ende der Legislaturperiode aus.
Gleichzeitig steigen die Lebenshaltungskosten spürbar weiter. Viele müssen monatlich mit 150 bis 200 Euro Mehrkosten rechnen.
Pensionistinnen haben eine durchschnittliche Alterspension von 1.489 Euro brutto im Monat, Pensionisten von 2.379 Euro brutto im Monat (Stand 12/2025). Sie sind damit am Limit – und können keine weiteren Belastungen stemmen!
Unsere Forderungen
Damit auch in Zukunft ein würdiges und sicheres Leben im Alter möglich ist, setzen wir uns ein für:
- volle Inflationsanpassung für alle Pensionen 2027Während die Preise steigen, dürfen die Pensionen nicht zurückbleiben.
- keine weiteren Zusatzbelastungen
Pensionistinnen und Pensionisten leisten schon Erhebliches für die Budgetsanierung. So viel wie sie trägt keine andere Bevölkerungsgruppe bei.
Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Stimme der älteren Generation gehört wird – rechtzeitig, klar und wirkungsvoll. Denn eines ist sicher: Eine gerechte Politik erkennt den Wert der Lebensleistung älterer Menschen an – und schützt ihre finanzielle Sicherheit.