In St. Pölten fand vom 10. – 11. Juni 2026 der 19. ordentliche Landeskongress der GÖD NÖ statt.
Nach den Grußworten der Landeshauptfrau NÖ, Johanna MIKL-LEITNER und des ÖGB Präsidenten Markus Wieser folgten die Berichte der einzelnen Bereiche.


Matthias DEISER wurde als Vorsitzender mit 98,33 % der Stimmen
Christian Rametsteiner und Patricia Gsenger als Vorsitzender-Stellvertreter des Landesvorstandes wiedergewählt.

Wahl der Präsidiumsmitglieder und der weiteren Mitglieder
Als Pensionistenvertreter wurde Josef Zöchmeister gewählt

Weitere Mitglieder des erweiterten Landesvorstandes
Als Pensionistenvertreter wurde Alfred Schöls gewählt

Delegierte zu Länderkonferenzen
Als Pensionistenvertreter wurden Luise Gerstendorfer, Alfred Schöls und Josef Zöchmeister gewählt

Delegierte zu Bundeskongressen
Als Pensionistenvertreter wurden Josef Zöchmeister, Hildegarad Berger, Luise Gerstendorfer, Josef Mitterlehner, Alois Pemmer, Walter Preissl, Alfred Schöls, Josef Zöchmeister und Robert Isak gewählt

Die verschiedenen Gremien wurden für die nächsten fünf Jahre gewählt.


Als Leitantrag wurde folgendes beschlossen:

Der öffentliche Dienst – Garant für Stabilität, Rechtsstaat und Daseinsvorsorge.
Der öffentliche Dienst mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist unverzichtbarer Garant für Stabilität, Kontinuität und Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaates sowie der Daseinsvorsorge. Zeitgemäße Reformen sind notwendig, dürfen jedoch niemals die verfassungsmäßigen und gesetzlichen Aufgaben gefährden. Privatisierungen und Ausgliederungen an gewinnorientierte Unternehmen lehnen wir grundsätzlich ab. Sie gefährden Qualität, Versorgungssicherheit und Kostenwahrheit zum Nachteil der Bevölkerung und der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Die GÖD NÖ fordert daher:
Die gelebte Sozialpartnerschaft bei allen Reformen im Arbeits-, Dienst- und Besoldungsrecht, im Bildungs-, Pensions- und Sozialrecht sowie bei organisationsrelevanten Umstrukturierungen muss beibehalten und ausgebaut werden.
Nur durch echte Sozialpartnerschaft konnten in der Vergangenheit sozialverträgliche und zukunftsweisende Lösungen erreicht werden. Mediale Konfrontation statt gemeinsamer Verhandlungen wird abgelehnt.
Den wachsenden Anforderungen und der gleichzeitigen Verminderung personeller und sachlicher Ressourcen muss entschieden entgegengewirkt werden. Der dadurch entstehende unverhältnismäßige Druck auf die Kolleginnen und Kollegen führt zu einem starken Anstieg physischer und psychischer Erkrankungen. Wir fordern daher eine bedarfsgerechte personelle und räumliche Ausstattung sowie die volle Einhaltung des Arbeits- und Dienstnehmerschutzes, um ein gesundes und ausgeglichenes Arbeitsumfeld zu gewährleisten.
Die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind umfassend weiterzuentwickeln und den aktuellen gesellschaftlichen Realitäten anzupassen.
Die Anhebung des Pensions- bzw. Ruhestandsalters führt zu einer spürbar längeren Lebensarbeitszeit. Wir fordern die Schaffung flexibler und sozial verträglicher Übergangsmodelle (insbesondere Altersteilzeit und ähnliche Modelle) sowie die generelle Aufhebung der Ruhebestimmungen im ASVG, um einen würdevollen und selbstbestimmten Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen.
Begründung:
Die öffentlich Bediensteten haben in den letzten Jahren – von der Finanz- und Wirtschaftskrise über die Pandemie bis hin zu aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen – eindrucksvoll bewiesen, wie flexibel,
verantwortungsvoll und leistungsfähig sie sind. Gerade sie haben dafür gesorgt, dass Österreich auch in schwierigsten Zeiten funktioniert und zu den modernsten und sichersten Ländern der Welt zählt. Dieser Einsatz muss endlich angemessen anerkannt und durch entsprechende Arbeitsbedingungen, Ressourcen und Wertschätzung honoriert werden. Die GÖD NÖ wird sich auch künftig mit aller Entschlossenheit dafür einsetzen, dass der öffentliche Dienst als Rückgrat der Republik gestärkt und nicht weiter ausgehöhlt wird.

Weiteren Anträgen wurden beschlossen und es folgte die Ehrung und Verabschiedung verdienter Funktionärinnen und Funktionäre.




Kategorien: AllgemeinNews